11 Oktober 2016

{Rezension} Haus der tausend Spiegel von Susanne Gerdom


Haus der tausend SpiegelHAUS DER TAUSEND SPIEGEL
Susanne Gerdom
Fantasy, Mystic
VERLAG: cbt
€ 12,99 [D] inkl. MwSt.

€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-31074-8
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Die junge Hexe Annik steht vor einem Rätsel, das über ihr ganzes Leben entscheiden wird: Sie hat den Auftrag, das Geheimnis um die Familie van Leuwen zu lüften. Doch kaum ist sie auf dem majestätischen Anwesen angekommen, machen ihr die Bewohner, Gabriel und Daniel, eindeutige Avancen. Und Annik macht eine finstere Entdeckung nach der nächsten. Ist hier tatsächlich ein mächtiger Spiegelzauber am Werk, gewirkt von einer bösen Hexe? Die sich die Seele und Liebe der van Leuwens auf ewig sichern will? Kann Annik sie besiegen? Denn langsam aber sicher verliebt sie sich, und das Ende ist vollkommen ungewiss ...


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Die junge Magierin Annabelle, genannt Annik, steht vor ihrer letzten Prüfung bevor sie endlich an die Akademie für magische Künste darf. Als Kindermädchen bei einem reichen Gutsherrn soll sie sich die Teilnahme verdienen und freut sich auf diese Aufgabe, weil sie außerhalb ihres ärmlichen Hexenviertels in der wohlhabenden Tumbengegend arbeiten darf. 

Als sie dort eintrifft wird sie von dem herrschaftlichen Anwesen geradezu erschlagen. Ein riesiger Rosengarten mit Heckenlabyrinth, ein endloser Park und Räumlichkeiten, die das Herz höher schlagen lassen vernebeln vorerst ihren Blick für die seltsamen Gegebenheiten an diesem Ort. 

Doch als sie dann auf den scheuen und verwahrlosten Elias, den stotternden Rafael und den kaltherzigen Herrn des Hauses, Gabriel van Leuwen, trifft, wird ihr bewusst, dass dieses Haus mehr als nur eine Prüfung birgt...

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Nachdem mich schon “Das Haus am Abgrund“ von Susanne Gerdom in seinen mystischen Bann ziehen konnte, war mir nach diesem vielversprechenden Klappentext die Entscheidung für ein weiteres Buch dieser Autorin nicht schwer gefallen. 

Annik ist eine wundervolle Hauptfigur. Spitzzüngig, gerechtigkeitsorientiert, naturverbunden und standhaft, begegnet sie dem griesgrämigen Gabriel und der kühlen Haushälterin Wouters mit bestimmter Gegenwehr. Sie heftet ihr Herz an die hilflosen, ungesehenen Geschöpfe des Hauses, Rafael und Elias, und baut eine innige Verbindung zu den wissbegierigen und unschuldigen Jungen auf, die die Liebe zu Büchern antreibt ihr einsames Leben auf dem Anwesen zu fristen.
Doch auch der mysteriöse Daniel, der Annik immer nur in der Dunkelheit gegenübertritt, gewinnt ihr Vertrauen. 
Ist er doch das genaue Gegenteil von Gabriel und ihm dennoch so ähnlich?

Dieses ganze Szenario hat mich sehr berührt, mitgerissen und immer wieder vor neue rätselhafte Ereignisse gestellt, in dem die verborgenen Spiegel nach und nach eine immer größere Rolle spielen, aber bis zum Ende leider so einige Fragen offen ließen. Was es mit dem ganzen Mysterium rund um diese Hauptthematik auf sich hatte, konnte ich nicht vollends ergründen.

Genauso erging es mir mit dem weitläufigen Setting rund um die Hexen-und Tumbengemeinschaft, die mich mit ihren Eigenarten schon fast an die Nazizeit und den zeitweilig geduldeten, aber abgegrenzten Juden, erinnerte. Hier fehlte mir die weitere Einsicht in die gesellschaftliche Ordnung, auch wenn ersichtlich war, dass Elektrizität und moderne Verkehrsmittel vorhanden waren, obwohl die Szenerie und die Sprachgebräuchlichkeiten eher altertümlich wirkten.

Und dann gibt es plötzlich DIE Wendung in der Geschichte und ich musste erstmal verdauen und mich damit anfreunden, was ich erlebte. Ab hier verlief vieles sehr bzw. schon fast zu überstürzt ab und ich verlor bei all´ den Eindrücken zeitweise den Überblick.
Über die mehrdimensionalen Gegebenheiten war ich mir aber schon vorher im Klaren und auch über bestimmte Zusammenhänge der Figuren hatte ich mir meine Gedanken gemacht und war wenig überrascht, als sich genau das herausstellte was ich schon ahnte. 

Trotzdem habe ich die Seiten in mich aufgesogen, Annik in mein Herz geschlossen und war am Ende glücklich darüber, dass auch sie irgendwie ihr Glück finden konnte. 
Der Klappentext ist bei all dem zwar interessant, aber etwas irreführend, denn ich habe bedingt etwas anderes von dieser Geschichte erwartet.

"Sie war ein Stern in der Nacht,eine Rosenblüte inmitten von Dornen, der Duft nach Sommer, Leben, Freude." Kapitel 23

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Susanne Gerdom hat es wieder geschafft Märchen, Mystik und Moderne miteinander zu vereinen. Doch in ihrer ganzen Kreativität blieben einige Dinge leider auf der Strecke, die mich noch besonders interessiert hätten. Absolut spannend und mit einer Hauptfigur, die mich oftmals an mich selbst erinnerte, konnte diese Geschichte trotzdem fesseln und hat für viele spannende Momente gesorgt. 

Erzählstil+Umsetzung: 3½/5
Idee+Ausarbeitung: 2½/5
Charaktere: 4/5
Spannung/Tempo: 4/5

Gesamtwerk:
3½ von 5



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Kommentare:

  1. Guten Morgen, Katie!

    Ich habe das Buch auch frisch in meinem Regal stehen, da ich schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und geliebt habe. Aber deine Äußerung zum Klappentext irritiert mich jetzt gerade wieder, weil ich gerade erst ein Buch gelesen habe, das mit dem Klappentext nicht wirklich viel gemeinsam hatte... Oh je, ich hoffe, meine Erwartungen sind nun nicht zu groß!

    LG, Claudia :)

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    1. Es geht schon in die Richtung, aber auch wenn ich jetzt den Klappentext nochmal lese ist es doch irgendwie etwas anders alles. Ich darf ja nicht zuviel verraten, aber das Kernthema rund um die Spiegel hätte gerne noch eingehender bearbeitet werden können und es wurde halt leider vieles nur angeschnitten. Trotz der Kritik fand ich es aber trotzdem nicht schlecht. =)

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  2. Huhu Katie,

    als ich mir das Buch gekauft hatte, hatte ich auch gewisse andere Erwartungen von dem Buch. Dann bin ich aber kurz vor dem Lesen noch auf eine Rezension gestoßen, die dieses Buch mit der Geschichte "Die Schöne und das Biest" verglichen hat. Deswegen haben sich meine Erwartungen kurz vorher nochmal komplett geändert und meine Vorfreude hatte sich erst mal direkt verdoppelt. Ich liebe "Die Schöne und das Biest" ja total und ich finde, dass dieses Buch die Stimmung wirklich gut eingefangen hat. Es war wirklich mystisch und auch ein wenig märchenhaft, findest du nicht? Allerdings fand ich das Ende auch etwas vorhersehbar und überstürzt. Deiner Kritik kann ich also komplett zustimmen... eigentlich deiner kompletten Rezension. *lach* Sehr gut wiedergegeben! =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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    1. Märchenhaft und mystisch...ja genau so ist die ganze Atmosphäre der Geschichte und das kann die Autorin unheimlich gut. =) An “Die Schöne und das Biest“ hatte ich gar nicht gedacht, aber nun erkenne ich viele Parallelen. Danke für deinen netten Kommentar.

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