30 Januar 2014

[Rezension] "Das Leben das uns bleibt" von Susan Beth Pfeffer

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Worum geht's?
Zum Inhalt:
Ein Jahr ist es her seitdem der Mond von einem Asteroiden aus seiner Umlaufbahn geworfen wurde und damit die Naturgesetze außer Kraft gesetzt hat. Flutwellen, Vulkanausbrüche und extreme Klimabedingungen haben der Menschheit zugesetzt und viele von ihnen das Leben kosten lassen.
Miranda lebt immer noch mit ihrer Mutter und ihren zwei Brüdern im elterlichen Haus. Ihren Vater und seine schwangere Frau hat sie nicht mehr gesehen, seitdem sie sich auf die Suche nach ihrer Verwandschaft aufgemacht haben.
Aus dem kleinen Städtchen in dem Miranda aufgewachsen ist, ist inzwischen eine Geisterstadt geworden. Bewohner die nicht gestorben sind, haben sie in der Hoffnung verlassen, an einem anderen Ort bessere Lebensbedingungen vorzufinden.
Auch Miranda´s Familie setzen der lange, kalte Winter und die immer kleiner werdenden Lebensmittel Rationen, die sie wöchentlich beim Rathhaus abholen können, zu.
Deshalb ist es für Miranda und ihre Brüder inzwischen zum Alltag geworden Häuser zu plündern, um überleben zu können. 
Ein erfolgreicher Fischfang der Brüder und der immer öfters wiederkehrende Strom gibt der Familie wieder einen Hoffnungsschub und die Kraft, weiter für ihr Leben zu kämpfen.
Dann klingelt es eines Tages plötzlich an der Haustür. Ein Geräusch das Miranda schon vergessen geglaubt hatte. 
Wie ein Wunder stehen ihr Vater und seine Frau mit einem Baby auf dem Arm vor ihr und bitten um Unterschlupf. Doch sie sind nicht allein: Drei fremde Personen sind bei ihnen und darunter auch der gleichaltrige Alex. Während für Miranda ein Traum in Erfüllung geht, sieht es für die Zukunft immer düsterer aus...

Der Abschluss Band der Trilogie von Susan Beth Pfeffer:
2. "Die Verlorenen von New York"
3. "Das Leben das uns bleibt"

Zitate
"Es gab Flutwellen, die ganze Städte weggespült haben, Erdbeben, die die Highways zerstört haben, und Vulkanausbrüche, durch die so viel Asche in den Himmel geschleudert wurde, dass kein Sonnenlicht mehr durchkommt."
S. 8
"Ich habe früher nie was geklaut. Jetzt kann ich verstehen warum manche das machen."
S.33
"Am 18. Mai ist es genau ein Jahr her, dass der Asteroid auf dem Mond eingeschlagen ist. Am 12. Mai vor einem Jahr hatte ich noch keine Ahnung, wie sehr sich mein Leben und das aller Menschen in Kürze ändern würde." S. 378
                                                                    
 Charaktere:
Für Miranda geht ein Traum in Erfüllung, als plötzlich ihr Vater, seine neue Frau und das Baby wieder in ihrem Leben auftauchen. Nach schlimmen Erlebnissen und dem Nichtwissen was aus ihnen geworden ist, nimmt sie seit Ewigkeiten wieder das Gefühl von Glück wahr.
Alex ist für sie wie der letzte gleichaltrige Junge auf der Welt und es entwickeln sich Gefühle auf beiden Seiten, an die Miranda nicht geglaubt hätte.
Doch Alex hat in New York Schreckliches erlebt und getan. Dinge, die sich Miranda gar nicht vorstellen könnte und wohl auch nicht akzeptieren würde.
Deshalb bleibt Alex verschlossen und möchte schnellstmöglich zum nächstgelegenen Kloster, um seine kleine Schwester in Sicherheit zu wissen und Miranda's Familie nicht noch mehr zur Last zu fallen.
Doch umso größer die Gefühle werden, desto schwieriger fällt das Loslassen und Miranda möchte auf keinen Fall, dass ihre große Liebe verschwindet...

Meine Meinung zu
Charakter Darstellung/Schreibstil/Aufbau/Idee:

Ich muss zugeben, dass ich nach dem Lesen des zweiten Bandes etwas mit mir ringen musste, auch noch den Abschluss zu lesen. Nun kann ich aber sagen, dass ich es nicht bereue.
Auch wenn das Finale nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten kann, wurde ich wieder von ausdrucksstarken (auch neuen) Charakteren mit vielen verschiedenen Charakterzügen überzeugt.
Erzählt wird die Geschichte wieder im Tagebuchformat, welches Miranda führt, um ihre Gedanken und Erlebnisse festzuhalten. Ich mochte diese Schreibweise schon sehr im Auftakt, während ich von der Erzählweise im Folgeband etwas enttäuscht war.
Außerdem treffen hier nun die Hauptfiguren aus Band 1(Miranda) und Band 2(Alex) aufeinander und ihre Schicksale verknüpfen sich und werden eins.
Es passiert nicht allzu viel Neues und Welt bewegendes, sondern es wird mehr der Alltag, der Kampf um die täglichen Ressourcen und die zwischenmenschlichen Entwicklungen geschildert. Trotzdem fesselt der Handlungsverlauf und hält die ein oder andere dramatische und auch überraschende Wendung bereit. Ich war an einigen Stellen bestürzt und gefesselt, allerdings auch teilweise etwas von einigen Charakteren genervt, die mir mit ihren Einstellungen zu sehr ins Extreme abgedriftet sind.
Der Plot bereitet mir immer noch Kopfzerbrechen, weil ich es zwar zu dieser Trilogie passend und rund finde, aber mit vielen offenen Fragen zurückgelassen wurde und nun sogar traurig bin, dass es einfach so vorbei ist.

Fazit:
Pro:  Einfühlsamer und ehrlicher Erzählstil in Tagebuchform, actionreiches und fesselndes Finale, eindringliche und bildhafte Darstellungen, Aufeinandertreffen der Hauptfiguren aus Band 1 und 2
Kontra: Hauptfiguren nerven teilweise mit ihren Verhaltensmustern, nicht allzu viel Neues, viele offene Fragen, wo mich Antworten interessiert hätten

Der Abschluss Band "Das Leben das uns bleibt" von Susan Beth Pfeffer konnte mich noch einmal in ein düsteres Endzeit Szenario entführen und auch überzeugen. Es reicht zwar nicht ganz an den Auftakt heran, aber die Autorin hat ein gelungenes Ende niedergeschrieben, welches offen endet und eine Fortsetzung wert gewesen wäre.
Ich bin nun traurig, aber froh, auch den letzten Teil dieser Trilogie gelesen zu haben.
Empfehlenswert.


Bewertung:
Idee: 4/5
Charakterdarstellung: 4/5
Schreibstil: 5/5
Aufbau/Umsetzung: 4/5 


Gesamtbewertung
Gute
4 von 5







©Katies fantastische Bücherwelt

Die Welt, wie wir sie kanntenDie Verlorenen von New YorkDas Leben, das uns bleibt

Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Die könnte mich fast überzeugen, doch noch den 3. Band zu lesen.
    Mich hatte ja der zweite Teil wirklich sehr enttäuscht, weswegen ich irgendwie keine Lust mehr hatte, das Ende zu lesen.
    Vielleicht kann ich mich ja doch noch "überwinden" :)

    GLG Aleshanee

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  2. Ja, ich muss wirklich zugeben, dass ich meine Bedenken hatte. Aber mich hat der Abschluss dann doch überzeugt und ich habe es in einem Rutsch weg gelesen. Allerdings bleibt leider viele offen. Ich hätte mir eine Fortsetzung gewünscht, weil man gerade bei diesem Ende noch so einiges draus hätte basteln können *in Fantasie schwelg* =D

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