01 Januar 2014

[Rezension] "Die Erben von Atlantis" von Kevin Emerson


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Worum geht's?
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"Vor dem Anfang gab es ein Ende.
Drei Erwählte starben,
Um im Dienste des Qi-Ang zu leben,
Des Gleichgewichts aller Dinge,.."

"Die alten Technopolen New York, Shanghai oder Dubai versanken. Milliarden Menschen überall auf der Welt wurden zu Klimaflüchtigen, heimatlos und in den darauf folgenden Kriegen, Seuchen und Katastrophen zum Tode verurteilt."
Zitat S.15

Zum Inhalt:
Die Zukunft...
Owen lebt in einer Welt, wo die Menschheit ihren Lebensraum selbst zerstört hat und die Menschen aufgrund der extremen Klimabedingungen unter riesigen hightech Kuppeln und die ärmere Gesellschaft in unterirdischen Höhlen leben. Einmal im Jahr gibt es eine Lotterie für Jugendliche, die die Möglichkeit bekommen 4 Wochen in eines der Eden Camps zu kommen und die Vorzüge einer dieser perfekt ausgestatteten Kuppeln zu genießen. Auf Drängen seines kranken Vaters nimmt auch Owen in diesem Jahr teil und wird gezogen.
Anfangs fasziniert von seiner Umgebung, merkt er schnell, dass an diesem Ort irgendetwas vorgeht und als er nach einem Schwimm Wettkampf feststellt, dass er die Fähigkeit entwickelt unter Wasser zu atmen versucht er den Ursachen auf den Grund zu gehen. Dabei stellt er fest, dass er nicht der einzige ist der diese Entwicklung vollzogen hat. Mit seinen neuen Freunden, darunter die
rebellische Lilly, schmieden sie Pläne für ein Leben außerhalb der Kuppel. Doch die Regierung hat andere Pläne und Owen muss feststellen, dass er nicht zufällig ausgelost wurde...




Charaktere und Darstellung:
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Unsicher, zurückhaltend und mit wenig Selbstbewusstsein stolpert die Hauptfigur Owen in dieses Abenteuer und hat eigentlich gar keine Lust auf das Camp. Er würde sich viel lieber um seinen kranken Vater kümmern. Aus Ärger hält er sich zunächst bestmöglichst raus und ist umso faszinierter von der selbstbewussten und hübschen Lilly und ihrer Clique. Natürlich rechnet er sich keine Chancen bei ihr aus. Doch als seine Wandlung einsetzt wendet sich das Blatt und Owen entwickelt sich im Verlauf zu einer starken und rebellischen Persönlichkeit, die aber immer wieder von Unsicherheiten zurück geworfen wird.

Kevin Emerson hat bei der Beschreibung der Figuren ganze Arbeit geleistet. Vor Allem auf den Hauptcharakter Owen wurde detailreich und tiefergehend eingegangen. Seine Entwicklung hat mich allerdings teilweise doch etwas zwiegespalten. Immer wieder macht er einen Schritt vorwärts, um im nächsten Moment drei zurück zu machen. Dieses Muster empfand ich nach einiger Zeit etwas nervig. Auch einige Nebenfiguren hätten besser ausgearbeitet werden können, aber ich konnte mir trotzdem ein recht gutes Bild von allen Protagonisten machen.

"Ich dachte an das Leben daheim: Unser Apartment im Höhlenkomplex, die Leuchtstofflampen, die mit jeder Stunde schwächer wurden, weil der Strom aus der Geothermie einfach nicht ausreichte."
Zitat S. 47


Schreibstil/Aufbau/Idee:
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Bei der schriftlichen Umsetzung fehlt es an nichts. Wie es für ein Jugendbuch typisch ist, überzeugt der Schreibstil mit leicht verständlichen Beschreibungen, einer passenden Wortwahl und kurzen Satz Formulierungen, geschildert aus Owen's Perspektive. Dadurch wird das Lesen nie langweilig und es kommt direkt eine Bindung zur Hauptfigur zustande. Ein bisschen störend war da schon eher die ziemlich langgezogene Einführung, wo nicht viel passiert und einfach nur Owens Alltag im Camp beschrieben wird. Nach diesen Längen überzeugt der Aufbau dann aber mit vielen Rätseln und Fragen, die sich langsam aber sicher immer mehr in den Verlauf einschleichen und an diese gut durchdachte Geschichte fesseln. So steigert sich dieses Abenteuer immer weiter und landet im Schlussteil einen aktionsreichen und spannenden Höhepunkt, der auch die kleinen logischen Fehler verzeihen lässt. Ein bisschen fehl platziert fand ich die Liebesgeschichte zwischen Owen und Lilly, denn dieses Buch wäre sicherlich auch ohne diese Szenen ausgekommen bzw. wirkte das Ganze etwas zu sehr gezwungen und im Nachhinein eingeschoben.
Punkten konnte der Autor auf jeden Fall mit der Idee. Was eine durchaus realistische Dystopie erwarten lässt, überrascht im Verlauf mit vielen einfallsreichen Fantasy Elementen und lässt aus diesem Jugendabenteuer am Ende einen gelungenen Mix entstehen, der auf mich nur stellenweise etwas zu überladen wirkt. Außerdem bleibt der Schluss soweit offen, dass man sicher mit einer Fortsetzung rechnen darf.


Fazit:
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"Die Erben von Atlantis" von Kevin Emerson ist eine gelungene Mischung aus Dystopie und Fantasy, die zwar nicht perfekt ist, mich aber größtenteils überzeugt hat. Vor Allem die einfallsreiche Story konnte mich begeistern. Gut ausgearbeitete Charaktere und ein kurzweiliger Schreibstil machen diesen Auftakt zusätzlich unterhaltsam und lesenswert.

Bewertung:
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Inhalt: 4/5
Charakterdarstellung: 4/5
Schreibstil: 4/5
Aufbau: 3/5 

Gesamturteil:
Ich schwanke zwischen 3 und 4, gebe aber gutgemeinte
4 von 5




©Katies fantastische Bücherwelt

Über den Autor:
Kevin Emerson war Lehrer, bevor er mit dem Schreiben begann. Durch seine Schüler kam er auf die Idee, sich Bücher für Jugendliche auszudenken. Heute ist er professioneller Autor. In seiner Freizeit spielt er in einer Band - und unterrichtet, was ihm noch immer sehr viel Spaß macht. Kevin Emerson lebt in Seattle.

Kommentare:

  1. Mir hat das Buch leider gar nicht gefallen, obwohl ich vom Klappentext her gedacht hatte, dass es mein Buch werden würde ... Na ja :)
    Schöne Rezension!

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  2. Ich war hin und her gerissen bei meiner Bewertung zwischen 3 und 4. Habe es dann aber letztendlich gut gemeint! :D Zwischenbewertungen sind ja immer so eine Sache, sonst hätte ich eher 3,5 gegeben! :)

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